Kunst
Besuch / Führungen · Vorträge / Lesungen
DER RIMINI-ALTAR. Vortrag von Dr. Stefan Roller
22. Februar 2024
19:00 Uhr · Johanniterkirche, Schwäbisch Hall
Ausgebucht
Ausgebucht
Eintritt frei
Donnerstag, 22. Februar 2024, 19 Uhr Adolf Würth Saal, Kunsthalle Würth, Schwäbisch Hall Eintritt frei, begrenzte Platzzahl.

Er gilt als eines der größten und am besten erhaltenen mittelalterlichen Skulpturenensembles aus Alabaster, der Rimini-Altar. Die figurenreiche Darstellung der Kreuzigung Christi, die von Statuetten der zwölf Apostel flankiert wird, schmückte bis etwa 1910 einen der Seitenaltäre in der Kirche Santa Maria delle Grazie in Covignano, oberhalb von Rimini – daher der Name. Über den römischen Kunsthandel kamen die Figuren 1913 in das Frankfurter Liebieghaus. Stilistische Gründe ließen keinen Zweifel daran, dass sie nicht in Italien entstanden sein konnten. Doch wo wurden die um 1430 zu datierenden Bildwerke tatsächlich hergestellt? Lässt sich ergründen, wer für ihre Entstehung verantwortlich zeichnet? Wie kamen sie nach Rimini? Worin liegt ihre kunsthistorische Bedeutung, und was zeichnet das Material Alabaster eigentlich aus? Die Restaurierung der Skulpturen in den Jahren 1917 bis 2021 lieferte etliche Antworten, verursachte, aber auch neue Fragen, die zu einer intensiven Auseinandersetzung mit diesem bedeutenden Kunstwerk Anlass gaben.

Zur Person:

Dr. Stefan Roller arbeitet seit September 2006 als Leiter der Abteilung Mittelalter in der Liebieghaus Skulpturensammlung. Nach dem Studium in Karlsruhe, Bamberg und Berlin wurde er mit einer Dissertation zur Nürnberger Bildhauerkunst der Spätgotik promoviert. Sein beruflicher Werdegang führte ihn zunächst für ein Volontariat an die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe. Im Anschluss an die Mitarbeit an einem Forschungsprojekt zur fränkischen Tafelmalerei vor Dürer an der TU Berlin wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geisteswissenschaftlichen Zentrum für Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO) in Leipzig. Nach seiner darauffolgenden Tätigkeit als Kurator der Alten Sammlung am Ulmer Museum kam er schließlich nach Frankfurt am Main ans Liebieghaus.

Die Veranstaltung findet im Adolf Würth Saal der Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall statt.

Am Veranstaltungstag ist die Johanniterkirche bis 19 Uhr für Sie geöffnet.

Eintritt frei, begrenzte Platzzahl.

Fotonachweis: Dr. Stefan Roller © Liebieghaus Skulpturensammlung, Foto: Katrin Binner

Sammlung Würth